Das wichtigste Fest ist bei uns Weihnachten. Die Vorbereitungen beginnen schon im Advent: wir kaufen Geschenke, backen Plätzchen und schmücken die Wohnung. In vielen Städten gibt es Weihnachtsmärkte mit Glühwein.
Der wichtigste Tag ist der Heiligabend am 24. Dezember. Wir schmücken den Weihnachtsbaum, essen zu Abend – traditionell Fischsuppe und Karpfen mit Kartoffelsalat – und danach gibt es die Geschenke. Bei uns bringt sie das Christkind, in Deutschland meistens der Weihnachtsmann.
Silvester feiere ich mit Freunden. Um Mitternacht stoßen wir mit Sekt an und schauen uns das Feuerwerk an. Ostern ist bei uns anders als in Deutschland: die Jungen flechten eine Rute aus Weidenzweigen und schlagen damit die Mädchen, die ihnen dafür bemalte Eier geben. Für Ausländer klingt das seltsam, aber es ist ein alter Fruchtbarkeitsbrauch.
In Deutschland gibt es Feste, die wir nicht kennen. Das bekannteste ist das Oktoberfest in München – ein riesiges Volksfest mit Bier, Musik und Tracht. Ein wichtiger staatlicher Feiertag ist der 3. Oktober, der Tag der Deutschen Einheit, der an die Wiedervereinigung 1990 erinnert.
Ich finde Traditionen wichtig, weil sie die Familie zusammenbringen. In einer Zeit, in der alle beschäftigt sind, ist es schön, dass man sich wenigstens ein paar Mal im Jahr trifft.